US Aktienarten


Aktienarten


Common Stock

Diese Aktien sind im Normalfall (Class A) mit einem Stimmrecht bei der Wahl zum Aufsichtsrat ausgestattet.

Statutory voting System
In diesem System hat jeder Aktienbesitzer eine Stimme pro Aktie bei der Wahl des Aufsichtsrats.
Beispiel: Besitzt jemand 100 Aktien, so hat er 100 Stimmen, damit kann er 0-100 Stimmen für jede zu besetzende Aufsichtsratstelle abgeben. Nicht "verbrauchte" Reststimmen können nicht auf andere Stellen verteilt werden. Ein Kandidat wird mit einfacher Mehrheit (50%) aller Stimmen gewählt.

Cumulative voting System
In diesem System hat der Aktienbesitzer die selbe Anzahl der Stimmen wie im Statutory voting System, allerdings gibt es keine Beschränkungen bei der Verteilung der Stimmen.
Beispiel: Stehen 3 Kandidaten zur Wahl und besitzt jemand 100 Aktien, so hat er 300 Stimmen die er völlig beliebig auf die 3 Personen verteilen kann.

Non voting (Class B)
Common Stock ohne Stimmrecht.


Preferred Stock (ohne Stimmrechte)

Bei dieser Aktienart wird die Dividende meist in % des par values (Nennwertes) ausgedrückt. Wenn also der Vorzugsaktie ABCD ein Nennwert von 100$ zugewiesen wurde, und 1.50$ Quartalsdividende ausbezahlt wird, so heißt dieses Papier "ABCD 6% preferred" (1.50$ Quartal * 4 = 6$ -> 6% von 100$ par value). Ausserdem sind diese Aktien im Regelfall nicht mit Stimmrechten versehen. Dafür ist die Dividende oft höher als bei "common stocks".

Prior preferred
Diese Aktienart wird mit Dividenden als erstes bedient. Ebenso werden sie bei einer eventuellen Liquidation der Firma zuerst bedient.

Cumulative preferred
Wenn eine Unternehmung in finanziellen Schwierigkeiten ist, kann sie die Zahlung von Dividenden einstellen. Wenn die Zahlung fortgesetzt wird, erhalten Halter vom "cumulative preferred" Stocks auch die fehlenden Dividenden rückwirkend ausgezahlt.

Participating preferred
Halter dieser Aktien erhalten nach der Verteilung der Dividenden einen eventuell noch verbleibenden Anteil am Überschuß der Firma ausgezahlt.

Verteilungsreihenfolge:

  • Zinsen an Anleihekäufer
  • Dividenden an "prior preferred" Stocks
  • Dividenden an restliche "preferred" Stocks
  • evtl. alte Dividenden an "cumulative preferred" Stocks
  • Dividenden an "common" Stocks
  • Überschuß an "participating" Stocks

Beispiel:
Wenn Aktie ABCD als "ABCD 5% preferred participating to 7%" bezeichnet wird, bedeutet dies: Die Basisdividende beträgt 5%. In guten Jahren wird die Firma bis zu 2% Dividende zusätzlich an diese Aktien ausschütten.

Convertible preferred
Diese Aktienart kann vom Besitzer in der Zukunft in "common stock" umgewandelt werden.
Beispiel: Ein "preferred stock" Papier mit 100$ par value könnte z.Bsp. das Recht beinhalten, es in "common share" zu 25$ (also 4 preferred = 1 common) umzuwandeln. Dies bedeutet aber auch, das kein Besitzer des preferred Stocks von diesem Recht Gebrauch machen würde, wenn der Wert des "common stocks" unter 25$ liegt. Erst wenn der Wert über 25$ steigt, lohnt sich die Umwandlung.
Oft sind convertible preferreds mit einer geringeren Dividende als andere preferreds ausgetattet.

Callable preferred
Diese Art wird auch als "redeemable preferred" bezeichnet. Bei diesen Papieren behält sich die ausgebende Firma das Recht vor, die Aktien von den Besitzern zurückzukaufen. ("to call")
Aktienbesitzer müssen nicht verkaufen wenn sie ein Rückkaufangebot der Firma erhalten, werden dies aber oft tun, da das Recht auf Dividenden am Stichtag verfällt. Ausserdem kauft die Firma die Aktien meist über dem aktuellen Marktpreis an.

Guaranteed preferred
Diese Aktien sind mit einer garantierten Dividendenhöhe versehen.


Treasury Stock

Dieser Begriff bezeichnet Aktien, die von der Firma herausgegeben und am Markt wieder zurückgekauft wurden. Die Firma kann diese Aktien entweder halten, ganz zurückziehen oder wieder herausgeben (zum Beispiel als Aktiendividende an Investoren, oder als Bonus an Angestellte. Diese Aktien haben dann KEINE Stimmrechte).

Mögliche Gründe für einen Aktienrückkauf können sein:

  • Den Gewinn pro (herausgegebener) Aktie erhöhen (engl. EPS - earnings per share), eine wichtige Kennzahl in Aktienanalysen
  • Einen "Vorrat" an Aktien für Aktiendividenden oder Angestelltenbonusaktien aufbauen
  • Für den Gebrauch bei späteren Firmenaufkäufen (Preis in Aktien, "share buyout" vs. "cash buyout")
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