Autor "Trading is the art of
making an intelligent bet"

 

Sehr geehrte Leser,

seit 1997 ist day-trading.de nun online, im Jahr 2017 feiert die Seite ihr 20 jähriges Jubiläum. Einige Bereiche werden in der nächsten Zeit noch auf aktuellen Stand gebracht, ich bitte um ein wenig Geduld. Das Konzept bleibt aber gleich: Alle Inhalte sind weiterhin kostenfrei.

Schon in der Schulzeit haben mich die Wertpapiermärkte interessiert. Die ersten Order wurden noch persönlich bei der Hausbank aufgegeben, später dann per Fax an den ersten Discountbroker geschickt. Schon damals hielt ich die Papiere nur sehr kurz, was zu dieser Zeit "wenige Tage" bedeutete. Durch die Verbreitung von Internet Ordersystemen war aber bald schon die direkte Teilnahme am Geschehen möglich: Plötzlich dauerten Ausführungen nur noch paar Minuten und nicht allzu lang danach nur noch Sekunden. Die USA waren dort Vorreiter, wovon ich mich 1998 bei einem Besuch eines Trading Raums in New York überzeugen konnte.

Diese schnellen Trades erfordern ganz andere Strategien als das klassische "Buy & Hold". Der Trader analysiert keine Bilanzen, besucht keine Hauptversammlungen oder studiert Geschäftsberichte. Das Trading ist sehr technisch orientiert, es wird nach Bewegung gesucht. Idealerweise hält man keine Positionen über Nacht und minimiert so das Risiko.

Das klingt alles sehr gut, aber warum gehen dann 80-90% aller Daytrader pleite? Es gibt sicher viele Gründe, aber einige hört man immer wieder von gescheiterten Tradern:

  • Mangelndes Fachwissen: Am Anfang sieht Trading so einfach aus, ein Mausklick und das Papier ist gekauft. Wenn es steigt macht man Geld, das kann doch jeder. Schnell kommt die Ernüchterung, mit fallendem Kontostand wird dem Trader klar, wie wenig er über die Mechanik des Marktes und über Tradingstrategien weiß. Wie jeder Beruf erfordert auch das Trading eine Ausbildung und eine Lernzeit.
  • Mangelndes Kapital: Durch die hohen Hebel, die von einigen Brokern angeboten werden, lassen sich viele Anfänger zu dem Trugschluß verleiten, dass man von 10.000 Euro oder weniger Tradingkapital bequem leben kann. Deswegen gehen sie hohe Risiken ein, um ihr benötigtes monatliches Einkommen zu schaffen. Das ist ein sicherer Weg in den Ruin.
  • Mangelnde Disziplin: Das ist wohl der Grund Nummer 1 für das Scheitern von Tradern. Viele versuchen nach Verlusten "ihr" Geld wiederzubekommen, erhöhen ihre Einsätze und kommen vom traden zum wilden Zocken an den Märkten.
  • Kein Tradingplan: Würden Sie viele Tausend Euro in eine Firma investieren, die keinen Businessplan hat? Warum gehen dann viele Trader davon aus, dass sowas vollkommen überflüssig ist?

Nun die gute Nachricht: Es ist möglich, alle diese Punkte zu überwinden und profitabel zu traden. Geben Sie nicht auf, beschäftigen Sie sich mit den Grundlagen, den Strategien und den aktuellen Entwicklungen.

Nun ist es doch ein etwas längeres Vorwort geworden. Ich hoffe, dass ich mit den vorliegenden Internetseiten ein wenig zu Ihrer Fortbildung beitragen kann. Über Ihre Rückmeldungen und Vorschläge würde ich mich sehr freuen. Vielleicht sehen wir uns auch mal auf einer Trader Messe bei einem Kaffee?

Happy Trading!

Mit kollegialem Gruß,

Mark Dworatzek


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