Was sind CFD?

CFD Wenn Sie sich mit dem Wertpapiermarkt und dem Trading beschäftigen, werden Sie früher oder später den Begriff "CFD" hören. Besonders in den letzten Jahren taucht er auch in Deutschland in vielen Börsenartikeln auf. Die Abkürzung CFD steht für "Contract for Difference". Oft wird der Begriff auch in der Mehrzahl "CFDs" benutzt. Gelegentlich taucht auch der deutsche Begriff "Differenzkontrakt" in den Medien auf, der englische Begriff hat sich aber auch in Deutschland durchgesetzt. CFDs zählen zu den Derivaten, ihre Wertentwicklung ist mit dem Preis eines Basisinstruments (engl. Underlying) gekoppelt.

Die Entstehung der CFD

CFD wurden ursprünglich in England entwickelt. Dort gibt es seit 1694 die sogenannte Stempelsteuer (engl. Stamp duty reserve tax - SDRT). Sie besteuert den Handel mit inländischen Wertpapieren.Diese beträgt 0,5% des Volumens jedes Aktiengeschäftes. Durch die Größen der üblichen Börsengeschäfte von Banken und anderen institutionellen Anlegern hat sich das schnell zu wesentlichen Summen addiert. Deswegen hat man sich eine Möglichkeit überlegt, diese Steuer zu umgehen.


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Funktionsweise eines CFD

Ein CFD ist eigentlich nichts anderes als ein außerbörslicher Vertrag zwischen zwei Vertragspartnern. Statt die Aktien direkt von jemand zu kaufen geht man eine Verpflichtung ein, die Differenz zwischen dem heutigen Wert und dem Wert zu einem späteren Zeitpunkt zu erstatten oder zu erhalten.

1) Heute, am 01.02.2012, steht eine bestimmte Aktie bei 100 Euro. An diesem Tag schließen Bank A und Bank B einen CFD Vetrag. Bank A geht in diesem Vertrag long, das bedeutet das sie bei steigenden Kursen der Aktie Geld verdient und bei fallenden Kursen Geld verliert. Der Vertrag umfasst 10.000 Aktien.

2) Am 15.02.2012 wird der Vertrag glatt gestellt. Die Aktie notiert be 102,50 Euro. Also zahlt Bank B an Bank A 10.000 * 2,50 (die Differenz zwischen Ein- und Ausstiegskurs) = 25.000 Euro.

Man kann also sagen das am 15.02.2012 ein CFD den Wert von 102,50 - 100,00 = 2,50 Euro hatte. Interessant ist hier, dass dieser Vertrag auch in anderer Form hätte geschlossen werden können: Bank A hätte sich "short" positionieren können, sie hätte also Gewinn gemacht wenn die Aktien gefallen wären!

Wie Sie sehen werden zu keinem Zeitpunkt Aktien an der Börse ge- oder verkauft, der Vertrag betrifft nur die beiden Banken. Deswegen werden CFD auch als "OTC Geschäft" (Over the Counter) bezeichnet.


CFD Anbieter

Da Sie CFD an keiner Börse kaufen können, müssen Sie als Privatmann auf einen der etablierten CFD Anbieter zurückgreifen. Dies sind Firmen, die CFD Kurse stellen und ihren Kunden den Handel über eigene Plattformen erlauben. In der Zwischenzeit hat wurde das CFD Angebot deutlich erweitert, neben Aktien werden nun auch Metalle, Öl, Währungen, diverse Commodies, Zinsen und so weiter als Handelsinstrument angeboten. Damit haben Sie nun die Möglichkeit für alle diese Märkte an steigenden oder fallenden Kursen zu verdienen. Der Anbieter stellt die Kurse für die CFD nach dem jeweiligen Instrument, auf das sich der CFD bezieht. Durch den hohen Konkurrenzdruck in der Branche sind diese Kurse sehr fair und schnell.

Durch diese Punkte hat sich das CFD Trading auch in Deutschland rasant verbreitet. Für den Bereich Forex und CFD Handel ist das Programm Metatrader eines der besten am Markt, dies wird zum Beispiel von GKFX kostenfrei angeboten. Diese Firma bietet auch einen sehr guten deutschsprachigen Service!

Margin

Zu all diesen Faktoren kommt noch ein weiterer Vorteil: Sie müssen nicht den kompletten Wert des Geschäftes von Anfang an hinterlegen. Nehmen Sie unser Beispiel von oben. Zur Absicherung des Aktiengeschäftes verlangt Bank B von Bank A die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung (Margin) in Höhe von 10%. Hätte Bank A die Papiere direkt am Markt gekauft, dann hätte sie 10.000 * 100 Euro = 1.000.000 Euro aufwenden müssen. Dieses Kapital wäre für die Laufzeit gebunden gewesen und nicht für andere Geschäfte verfügbar. In unserem 10% Beispiel hätte sie nur 100.000 Euro hinterlegt.

Dies hat einen wesentlichen Einfluß auf die Gewinn- oder Verlustrechnung. Ohne Margin hätte die Bank 25.000 Euro bei einem Kapitalaufwand von 1.000.000 Euro verdient, das sind 2.5%. Im CFD Beispiel wendet sie 100.000 Euro auf und verdient auch 25.000 Euro - das sind 25%! Man nennt diesen Effekt "Hebel", in diesem Beispiel ist er 1:10. Je nach Handelsinstrument und Anbieter kann dieser Effekt noch viel stärker ausfallen, auch 100:1 sind möglich.

Risiken des CFD Tradings

Das klingt alles sehr gut, aber es gibt auch eine Kehrseite. Ein Hebel wirkt immer in beide Richtungen, er verstärkt auch ihre Verluste! Wenn im obigen Beispiel die Aktie gefallen wäre, so hätte Bank A prozentual gesehen auch deutlich mehr Geld verloren. Hoher Hebel verleitet viele Trading Anfänger schnell zu Leichtsinn, nicht wenige CFD Trader sind deswegen schnell pleite. Es gilt also: Enges Risiko, gutes Moneymangement und ein Tradingplan sind wesentliche Punkte für den Erfolg!

Theoretisch besteht beim CFD Handel die Möglichkeit, das Sie mehr als das eingegesetzte Kapital verlieren. In der Praxis wird dies aber meist durch die Plattform des Anbieters verhindert, in dem Postitionen automatisch geschlossen werden.

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Wird fortgesetzt, schauen Sie doch noch mal vorbei!