Fallstricke beim Day-Trading

Stolperfalle Für den Daytradingeinsteiger gibt es eine Menge Stolperfallen, die auf ihn warten. Einige tauchen bei so gut wie jedem Anfänger auf, deswegen haben wir im Folgenden eine kleine Liste für Sie erstellt. Diese erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll Sie vor ein paar Anfängerfehlern schützen.


Handeln Sie nur mit Geld, das Sie nicht unbedingt brauchen!

Dies bedeutet, dass Sie nur Geld zum Day-Trading einsetzen sollten, wenn Sie im Ernstfall auch bereit sind, alles zu verlieren. Niemals jedoch sollten Sie mit Kapital handeln, das für Sie lebensnotwendig ist.
Wenn Sie mit jedem Trade den Sie machen an die Ausbildung Ihrer Kinder und an die Hypothekenzahlungen für Ihr Haus denken müssen, so können Sie keine neutralen und von Gefühlen unbeeinflußten Entscheidungen mehr treffen. Dies ist aber ein sicherer Weg in den Ruin.So paradox es klingt - erst wenn Sie keine Gewinne mehr machen müssen werden Sie welche machen.


Halten Sie Gefühle aus Ihren Entscheidungen raus!

Ein Verstoß gegen diese Regel dürfte der Grund für das Scheitern der meisten Day-Trader sein. Wenn Sie emotional gefärbte Entscheidungen treffen, so werden Sie bald schon pleite sein. Emotionen beim Traden können von Existenzängsten, über Entäuschung bishin zur Wut jeden Trader befallen.
Besonders schnell passiert dies, wenn Sie während der Arbeit anfangen zu überlegen, was Sie sich von den heute angelaufenen Verlusten alles hätten kaufen können. Oft werden Sie dann versuchen, sich das verlorene Geld mit immer riskanteren Trades wieder zurückzuholen und dabei noch viel mehr verlieren.




Erfolgsdruck

Auch der Erfolgsdruck durch die Meinungen Ihrer Umwelt kann zu falschen und riskanten Entscheidungen führen. Besonders wenn Sie Ihren Beruf oder Ihr eigenes Geschäft für das Day-Trading aufgegeben haben, ist der Druck der durch Familie und Freunde indirekt auf Sie ausgeübt wird oft sehr hoch. Von vielen werden Sie als "Zocker" und als "Spinner" angesehen, weil Börsengeschäfte und insbesondere das Day-Trading durch Artikel in der Presse immer noch als Spielcasino dargestellt werden.
Müssen Sie dann unvermeidliche Verluste in der Anfangszeit zugeben, so steigt meist die Bereitschaft für riskante Trades, um den Besserwissern in Ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis zu beweisen das Ihre Entscheidung für das Day-Trading korrekt war. Genauso gefährlich ist aber der Erfolgsdruck, unter den Sie selber sich setzen können. Viele Trader sehen nicht ein, dass Verluste an einigen Tagen unvermeidlich sind. Sie versuchen gegen den Markt anzukämpfen und ihre eigenen Entscheidungen zu rechtfertigen weil sie nicht zugeben wollen, dass diese falsch waren. Das führt dazu, dass Stop loss Limits nicht eingehalten werden, weil man sich ja sicher ist, dass diese Aktie sich "garantiert" wieder erholen wird.
Kaum ein Trader ist jemals durch eine fast endlose Serie von kleinen Verlusten pleite gegangen, sondern meistens durch das festhalten an falschen Entscheidungen bis zum bitteren Ende. Zwei oder drei solche Aktien können Ihr gesamtes Kapital vernichten.


Gier

Gier ist eine der großen Gefahren für jeden Trader. Besonders bei hoch gehebelten Trades wie dem Forex Trading sehen viele Einsteiger nur die potentiellen Gewinne. Wenn es dann mal einige Zeit gut läuft blendet oft die Selbstüberschätzung die objektiven Entscheidungen, es werden zu große Positionen mit zuviel Risiko gehandelt - ein sicherer Weg in den Ruin.


Unterkapitalisierung

Wenn Sie vom Trading leben wollen, müssen Sie genug Startkapital einplanen, wie für jedes andere Geschäft auch. Dazu gehören auch Kosten für die Kursversorgung, die benötigte Ausrüstung, Fortbildung, Bücher und so weiter.

Sie sollten nicht mit utopischen Gewinnraten rechnen, bleiben Sie realistisch! Zu wenig Kapital und der Zwang, von den Erträgen leben zu müssen, führt zum Eingehen viel zu großer Risiken und zu übergroßen Positionen.