Der Tradingplan für Daytrader - Allgemeine Regeln

Tradingplan

Ein Tradingplan ist die wichtigste Voraussetzung, damit das Daytrading auf Dauer erfolgreich ist. In diesem Artikel wollen wir uns die grundlegensten Regeln für Daytrader anschauen. Sie sind unabhängig vom gehandelten Markt, es ist also unerheblich ob Sie mit Forex, CFDs, Futures oder Aktien handeln. Diese Regeln beruhen auf langjähriger Erfahrung und auch wenn der Sinn von einigen Punkten anfangs nicht ganz klar ist so merken Anfänger recht schnell, wie nützlich diese Regeln sind.

  1. Niemals die Positionen vergrößern, um einen Verlust wieder wett zu machen
    Dieser Fehler wird sehr oft begangen, sowohl von Anfängern als auch von leicht fortgeschrittenen Tradern. Dieses Verhalten kann man auch oft in Spielcasinos beobachten, die Spieler erhöhen den Einsatz immer weiter. Bei einem Trader kommt es oft zu folgendem Gedankengang: "Wenn ich mit dieser nun sehr großen Position nur ganz wenige Ticks aus dem Markt hole, dann bin ich zumindest wieder auf Null heute. Ein wenig kann der Markt doch mal in meine Richtung laufen!". Dieses Denken und dieses Verhalten führt auf Dauer mit Sicherheit zum Ruin, es wird wild gezockt und nicht mehr sinnvoll getradet.


  2. Niemals versuchen Trades einzugehen, nur um einen Verlust wieder aufzuholen


  3. Keine Langweile Trades! Wenn kein klarer Grund da ist, nicht traden!
    Sie ziemlich jeder Händler hat diese Sünde schon einmal begangen: Man sitzt vor dem Rechner, schaut auf seine Charts und es rührt sich kaum was, es ergibt sich kein gültiges Handelssignal. Und trotzdem möchte man endlich etwas tun, nicht nur zuschauen. Und schon weicht man seine Regeln auf, sieht Formationen und Signale wo gar keine sind. Diese Langeweiletrades gehen meist daneben oder haben ein zufälliges Ergebnis.



  4. Daytrader

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  5. „If in doubt, stay out“
    Jeden Tag gibt es Hunderte Möglichkeiten für den Daytrader. Sie werden immer wieder Situationen sehen, in denen Sie sich nicht ganz sicher sind, ob Sie den Trade eingehen wollen. Vielleicht passt ja eines Ihrer Einstiegssignale nicht so richtig oder Ihr Bauchgefühl (=die Erfahrung) wehrt sich. Lassen Sie diesen Trade einfach aus! Auch wenn Ihnen dann vielleicht ein Gewinn entgeht, was soll's - es gibt immer wieder neue Gelegenheiten!


  6. Risiko maximal 0,5% vom Konto pro Trade
    Ein Trader ist vor allem ein Risikomanager. Mit kontrolliertem Risiko ist die Chance eines Totalverlusts recht klein. Sie wollte sich also vor jedem Handel überlegen, wieviel Risiko Sie mit der Positionsgröße und dem geplanten Stop Loss Limit eingehen. Für Forex Trader gibt es ein gratis Risikotool zur Berechnung der erlaubten Positionsgröße.


  7. Wenn an einem Tag mehr als 3% hintereinander verloren sind, wird eine Pause von mindestens 2 Stunden eingelegt
    Im Eifer des Gefechts verliert man oft die Neutralität. Man kämpft mit dem Markt, feuert einen Trade nach dem anderen ab. Diese Verbissenheit führt zum Overtrading, die Verluste wachsen an. Ab und zu hilft es eine Pause einzulegen, um den Kopf frei zu bekommen.


  8. Wenn an einem Tag mehr als 5% verloren sind, wird an diesem Tag nicht mehr gehandelt


  9. Es werden keine Positionen über Nacht gehalten
    Bei Märkten, die über Nacht geschlossen sind, kann viel passieren. Internationale Nachrichten, Katastrophen und so weiter können die Kurse unvorhersehbar beeinflußen. Die gehandelten Werte eröffnen mit einem Gap (Kurslücke), die Stopps greifen bei geschlossenem Markt nicht.


  10. Vor wichtigen Wirtschaftszahlen (NFP,…) werden alle Positionen glatt gestellt
    Viele Trading Anfänger sehen die starken Bewegungen der Währungspaare kurz nach wichtigen Wirtschaftszahlen. Dies weckt die Gier, ein wenig davon abzubekommen. Vor der nächsten Veröffentlichung wird dann eine Position eingegangen und gehofft, dass der Markt in die richtige Richtung läuft. Das hat mit Trading nichts zu tun, das ist Glücksspiel!
    Sie sollten direkt vor wichtigen Zahlen niemals eine Position eingehen und ggf. bestehende Positionen schließen. Denken Sie daran, dass bei sehr starken Bewegungen wie zum Beispiel bei der Bekanntgabe der NFP (Non Farm Payrolls) Ihr Stop Loss Limit eventuell nicht zum erwarteten Kurs abgerechnet wird (Slippage)! Diese Regel setzt voraus, dass Sie Ihren Tradingtag vernünftig planen und den Zeitpunkt aller wichtigen Veröffentlichungen kennen.


  11. Jede Position wird initial mit einem Stop Loss abgesichert
    Sie sollten für jede Position immer sofort ein Stop Loss Limit setzen, dieses berechnet sich nach dem maximalen Risiko, das Sie eingehen möchten (siehe oben). Falls Ihre Internetverbindung abbricht oder sonstige unvorhergesehene Ereignisse passieren, sind Sie mit diesem anfänglichen Limit abgesichert.


  12. Niemals shorten, nur weil etwas gestiegen ist oder long gehen, nur weil etwas stark gefallen ist. Technische Marken beachten!
    Dieses Problem beobachtet man sehr häufig bei Einsteigern ins Daytrading. Argumente wie "na viel weiter kann das doch wohl nicht steigen, das muss doch nun mal fallen" hört man häufig. Wenn dies Ihr einziges Argument für einen Trade ist, dann sollten Sie Ihr Regelwerk überarbeiten. Denn viele Märkte fallen oder steigen für eine sehr lange Zeit.


  13. Abends werden alle Trades nochmals betrachtet und analysiert
    Mit einige Trades verdienen Sie Geld, mit anderen verlieren Sie welches - das gehört zum Geschäft. Allerdings ist es wichtig, dass Sie aus Ihren Verlusttrades lernen! Jeder Daytrader sollte seine Trades zeitnah analysieren, um daraus zu lernen. Anfangs wird Ihnen das wie eine Zeitverschwendung vorkommen, viele Trader verlieren sehr schnell die Lust auf diese Analyse. Sie werden aber bald merken, wieviel Ihnen das bringt und wieviel Geld und schlechte Trades Ihnen das erspart.


Lesen Sie doch auch unseren Artikel mit Checklisten für Daytrader!