Sollen CFDs für Daytrader verboten werden?

CFD Regulierung Derzeit finden sich im Web und in sozialen Medien viele Meldungen darüber, dass der Handel mit CFDs (Contacts for Difference) in Deutschland angeblich verboten werden soll. Es wurde viel über den Inhalt der kommenden Regeln und ein CFD Verbot spekuliert, viele Falschinformationen kursieren.

In diesem Artikel zeigen wir, was derzeit (Stand Anfang Dezember 2016) schon bekannt ist. Wenn es neue Informationen gibt, werden wir den Artikel aktualisieren.



Die neuen Regeln in Deutschland - Mitteilung der BaFin

In Deutschland ist die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) für die Regulierungen verantwortlich. Bisher gibt es nur eine Anhörung zu einer Allgemeinverfügung zu CFDs nach Wertpapierhandelsgesetz (WpHG). Die CFD Broker haben nun bis zum 20. Januar 2017 Zeit, sich dazu zu äußern.

Enhalten ist eine Kernforderung: Die Nachschusspflicht für Privatkunden soll entfallen. Bisher war es möglich, dass ein Trader mehr als das ursprünglich eingesetzte Kapital verlieren kann. In der ausführlichen Begründung wird besonders auch auf die Möglichkeit von Gaps im Kursverlauf hingewiesen, die zu großen Verlusten führen können. Besonders interessant sind die Statistiken, die im Dokument zitiert werden:

  • Der durchschnittliche Kunde bleibt 6 Monate bei einem CFD Broker
  • Laut einer Studie der Central Bank of Ireland verlieren ca. 75% aller CFD Trader Geld, im Schnitt 6.900 Euro
  • Nach einer Studie der Autorité des marchés financiers (AMF) verlieren sogar 89% aller CFD Kunden, der Schnitt wird mit -10.887 Euro angegeben
Einer der Gründe ist darin zu finden, dass viele das Daytrading ohne vernünftige Risikokontrolle betreiben, dann wird es zu einem Glücksspiel. Richtiges Trading ist Arbeit, wer schnell und mühelos reich werden will, ist hier fehl am Platz.

Hier der Link zur BAFIN Mitteilung, welche die geplanten Regeln aufführt. Im BaFin Dokument wird auch erwähnt, dass viele Neueinsteiger das Handelsintrument CFD nicht komplett verstehen und deswegen die Risiken unterschätzen.


Fazit

Die anfängliche Panik der Daytrader war unnötig, der CFD Handel wird nicht verboten. Die BaFin nimmt ihre Aufgabe zum Schutz der Marktteilnehmer wahr und hat sinnvolle neue Regelungen entworfen.

Unabhängig von allen Regelungen gilt: Traden Sie niemals Instrumente, die Sie nicht komplett verstehen! Sonst kann es zu unangenehmen Überraschungen kommen, egal ob das CFDs, Futures, Optionen oder sonst ein Handelsinstrument ist. Unterschätzen Sie nicht die Komplexität, Daytrading ist mehr als nach Gefühl in einem Chart rumzuklicken! An dieser Stelle möchten wir Sie auch nochmals ganz deutlich vor unseriösen Anbietern warnen, die genau mit dieser Behauptung Seminare, Software oder andere Dienstleistungen verkaufen wollen. Sehr negativ sind damit die ganzen Anbieter der binären Optionen aufgefallen. Es bleibt zu hoffen, dass der Handel damit komplett verboten wird.

Ein Satz aus dem Anhörungsdokument der BaFin ist es wert, zitiert zu werden: "Produktanbieter, deren Geschäftsmodelle auf dem Vertrieb von Produkten beruhen, die den Privatanleger jederzeit in den wirtschaftlichen Ruin treiben können, können nicht damit rechnen, dass eine Interessenabwägung zwischen ihren wirtschaftlichen Interessen und den Interessen der Anleger zu ihren Gunsten ausgeht."

Es bleibt nun abzuwarten, wie die CFD Broker auf diese Regeln reagieren werden und wie die Konditonen sich verändern werden.



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